Therapieentscheidung

Sobald alle Untersuchungsergebnisse vorliegen, besprechen wir mit Ihnen die Möglichkeiten der Kinderwunschbehandlung. Wir erläutern Ihnen die einzelnen Therapieoptionen mit ihren Chancen und Risiken. Gemeinsam legen wir eine Strategie fest, wie die von Ihnen so sehr gewünschte Schwangerschaft erreicht wird.

Prinzipiell kann zwischen Methoden bei denen die Befruchtung der Eizelle im Körper der Frau (Insemination) bzw. ausserhalb im Brutschrank (IVF, ICSI) stattfindet unterschieden werden.

Die Inseminationsbehandlung setzt voraus dass das Spermiogramm keine oder nur eine leichte Einschränkung der Spermienqualität ergeben hat. Ausserdem sollte zumindest 1 Eileiter offen sein. Wir empfehlen eine Untersuchung der Eileiterdurchgängigkeit vor Beginn der Inseminationsbehandlung. Nur so kann auch sichergestellt werden, dass die gewählte Methode überhaupt Erfolg haben kann. Bei der Insemination werden im spontanen Zyklus oder nach leichter Stimulation am Tag des Eisprungs die Samenfäden durch einen feinen Schlauch direkt in die Gebärmutterhöhle eingespült.

Sind die Eileiter verschlossen oder zeigt das Spermiogramm eine starke Einschränkung der Spermienqualität, kommt die sog. extrakorporale Fertilisierung zum Einsatz.

Bei dieser Methode; auch Künstliche Befruchtung genannt, werden aus den Eierstöcken möglichst mehrere Eizellen entnommen und im Labor befruchtet.

Allen Methoden ist eines gemeinsam: Für die Befruchtung der Eizelle(n) wird am Tag des Eisprunges bzw. der Gewinnung der Eizellen frischer Samen vom Partner benötigt. Die Masturbation ist manchmal nicht ohne weiteres und auf "Befehl" möglich. Es ist daher wichtig, frühzeitig auf das "Problem" der Samengewinnung einzugehen, so dass wir in unserem Zentrum rechtzeitig eine Lösung dafür finden. Diese kann z.B. auch darin bestehen, vor der eigentlichen Behandlung eine Samenprobe einzufrieren (Kryokonservierung).

Leider müssen wir auch über das liebe Geld reden. Denn neben der medizinischen Seite gilt es bei der Kinderwuschbehandlung auch die Kosten zu berücksichtigen. Die Krankenkassen bestehen bei der Kostenübernahme der künstlichen Befruchtungen auf ein gewisses Regelwerk. Dies schreibt vor wann welche Kosten übernommen werden. Hier lauern viele Fallstricke die es zu beachten gilt. Durch unsere langjährige Erfahrung kennen wir alle möglichen Probleme und erläutern Ihnen diese gern in unserer Praxis. Sobald die Therapie feststeht und die Kostenübernahme durch die Krankenkasse eingeholt ist, kann auch mit der Behandlung begonnen werden.