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Was bei Kinderwunsch
noch empfehlenswert sein kann

Was kann ich selbst tun, um meinen Kinderwunsch zu fördern?

Seit über 40 Jahren werden künstliche Befruchtungen durchgeführt. In den letzten Jahren hat die Forschung dafür gesorgt, dass sich die Chancen auf den Eintritt einer Schwangerschaft immer weiter verbessert haben. Manchmal ist es jedoch nicht nur der große Eingriff, sondern vielmehr die Summe aus vielen kleinen Maßnahmen, die helfen, den Kinderwunsch zu verwirklichen. Im Rahmen unseres Therapiespektrums bieten wir verschiedene Zusatzbehandlungen an, die sich als hilfreich erwiesen haben (z. B. Akkupunktur).

 

 

 

„Baby“-Vitamine

Im Rahmen der Basisdiagnostik überprüfen wir auch Ihren Vitaminhaushalt und Ihre Eisenwerte. Besonders wichtig für Ihre Schwangerschaft sind Vitamin D, B12 und Eisen, weil sie die Bildung von Blut, Zellen und Erbsubstanz unterstützen. Auch die zusätzliche Einnahme von Folsäure und Jod empfehlen wir, da die Substanzen für den Aufbau des zentralen Nervensystems des Embryos wichtig sind.

 

 

 

Akkupunktur bei Embryonentransfer

Die Durchführung einer künstlichen Befruchtung ist eine sehr intensive und auch belastende Behandlung, welche einen nicht unerheblichen Stressfaktor darstellt. Wir haben die Möglichkeit Ihnen am Tag des Embryotransfers die Durchführung einer Akkupunktur anzubieten. Dazu wird die behandelnde Ärztin in unser Zentrum kommen und etwa 1 Stunde vor Embryotransfer die Akkupunktur durchführen. Diese dient in erster Linie als Entspannungsmaßnahme vor dem Embryotransfer.

 

 

 

Assisted Hatching (Schlüpfhilfe)

Unter „assisted hatching“ versteht man die Unterstützung des Embryos, aus der Eizellhülle zu schlüpfen. Dies ist die Voraussetzung für den Eintritt einer Schwangerschaft. Gelingt ihm das nicht, kann selbst ein optimal entwickelter Embryo sich nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten und es entsteht keine Schwangerschaft. Störungen beim Austritt des Embryos aus der Eizellhülle können durch eine Verdickung oder eine mikroskopisch nicht erkennbare Verhärtung der Eizellhülle entstehen. Derartige Veränderungen finden sich besonders häufig bei Patientinnen ab 35 Jahren und bei eingefrorenen (kryokonservierten) Eizellen. Bei wiederholten erfolglosen Kinderwunschbehandlungen mit guten Embryonen ist von einem Implantationsversagen aufgrund einer solchen Schlüpfstörung auszugehen und ein „assisted Hatching“ ist angeraten. Beim „assisted hatching“ wird am Tag des Embryotransfers die Hülle der befruchteten Eizelle mit Hilfe eines Lasers eingekerbt und so das Schlüpfen des Embryos aus der Eizellhülle erleichtert. Dieser Prozess ist durchaus vergleichbar mit dem Schlüpfen eines Kükens aus dem Ei. Dabei wird der Embryo definitiv nicht verletzt und die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Schwangerschaft verbessert.

 

 

 

Intracytoplasmic Morphologically Selected-Sperm Injection (IMSI)

Mittels hochauflösender Mikroskope werden bei diesem Verfahren Spermien zur Injektion in die Eizelle ausgesucht, die möglichst wenige oder keine äußerlichen Auffälligkeiten aufweisen. Dies gelingt bei der normalen 200fachen- Vergrößerung in der Regel nicht, da anormale Mikrostrukturen der Spermien hier noch nicht erkennbar sind. Bei IMSI erfolgt ein Screening der Spermien bei 400-6000facher Vergrößerung ohne Färbung in Echtzeit. Der Einfluss der Mikromorphologie der Spermien auf das Resultat einer Kinderwunschbehandlung ist allerdings umstritten. Eine Empfehlung zur IMSI kann daher nicht generell erfolgen.

 

 

 

Kryokonservierung

Die Kryokonservierung bezeichnet ein schonendes und aufwendiges Verfahren zum Einfrieren von Keimzellen. Dies ist ein Vorgang, der computergesteuert über mehrere Stunden abläuft, bis letztendlich die Keimzellen im flüssigen Stickstoff bei ca. -190°C gelagert werden. In diesem "Kälteschlaf" sind die Keimzellen für mehrere Jahre überlebensfähig. Es gibt keinerlei Hinweise, dass das Einfrieren das Risiko für kindliche Behinderungen oder genetische Störungen erhöht.

 

  1. Einfrieren von befruchteten Eizellen hilft, die Therapie zu verkürzen
    Oft resultieren aus einer künstlichen Befruchtung mehr befruchtete Eizellen, als für den unmittelbaren Transfer benötigt werden. Die überzähligen Eizellen können am Tag nach der Punktion, wenn das Befruchtungsergebnis feststeht, für die Kryokonservierung vorbereitet werden. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, in einem der folgenden Zyklen einen Embryonentransfer vorzunehmen, ohne noch einmal die hormonelle Stimulation und den operativen Eingriff der Punktion zu durchlaufen. Es überleben jedoch nicht alle Eizellen das Einfrieren und Auftauen, jede dritte stirbt im Durchschnitt beim Auftauen ab. Trotzdem kann man die Kryokonservierung als sehr erfolgreich bezeichnen: Die Überlebensraten für Eizellen und Embryonen liegen bei ca. 90%.
  2. Einfrieren von Samenzellen - wenn der Eisprungtermin ungünstig liegt.
    Auch Spermien aus einer Samenprobe können über längere Zeit eingefroren werden. Das ist eine große Hilfe für das Kinderwunschpaar, vor allem, wenn die berufliche Situation des Mannes eine kurzfristige Samenabgabe direkt vor der Insemination oder künstlichen Befruchtung in der Praxis nicht erlaubt. Bei einer stark verminderten Spermienzahl lohnt es sich, mehrere Samenproben auf "Vorrat" einzufrieren, um am Tag der künstlichen Befruchtung ausreichend Spermien zur Verfügung zu haben.
  3. Einfrieren von Hodengewebe, um sich weitere Eingriffe zu ersparen.
    Das Einfrieren von Hodengewebe, z. B. nach einer TESE (Testicular Sperm Extraction) ist inzwischen ebenfalls medizinische Routine. Sollte dies notwendig sein, beraten wir unsere Patienten in enger Abstimmung mit den durchführenden Urologen über das erforderliche Procedere.

 

 

 

PICSI (physiologische intrazytoplasmatische Spermieninjektion)

PICSI (physiologische intrazytoplasmatische Spermieninjektion) bezeichnet eine Methode, bei der zur Spermienselektion Hyaluronsäure genutzt wird, um unreife von reifen Spermien zu unterscheiden und so eine höhere Spermienqualität für die ICSI zu erreichen. Die Köpfe reifer Spermien tragen einen spezifischen Rezeptor für Hyaluronsäure. Reife, gut bewegliche Spermien binden kopfwärts an die Hyaluronsäurespots in der Gewebekulturschale. Hierbei wird die Bindung des Spermiums an die Eizelle simuliert. Hyaluron ist eine wesentliche Komponente der Hülle, die die Eizelle umgibt. Unreife Spermien verfügen nicht über diesen Rezeptor. Dieser Hyaluron-Bindungstest selektiert Spermien, die ein bestimmtes Reifestadium erreicht haben und die laut Studienergebnissen einen geringen Anteil an Veränderungen der Chromosomen aufweisen. Normalerweise sind bei 96 % der Spermien die Chromosomen intakt. Lediglich 4 % der Spermien zeigen Veränderungen, die für die Befruchtung der Eizelle negativ sind und dadurch die Chance auf eine Befruchtung vermindern. Durch die PICSI wird der Anteil chromosomal gesunder, reifer Spermien erhöht. Wir betrachten die PICSI-Methode als eine natürlichere und effektivere Form der Befruchtung im Vergleich zur klassischen ICSI-Methode. Die PICSI-Methode verbindet die Vorteile der spontanen Fertilisation, bei der das reife Spermium die Eizelle befruchtet, mit den Vorteilen der ICSI-Methode, bei der das Spermium kontrolliert direkt in die Eizelle eingespritzt wird. Diese Methode kann bei allen Patientinnen verwendet werden und wird besonders in folgenden Fällen empfohlen: [enumeration] frühere fehlgeschlagene Implantation bzw. niedrige Befruchtungsrate auch nach ICSI Auffälligkeiten in der Qualität der Embryonen bzw. Verzögerung ihrer Entwicklung wiederholte Fehlgeburten Patienten mit stark erhöhtem Anteil auffälliger Spermien.

 

 

 

Polkörperdiagnostik (PKD)

Durch die Untersuchung der Polkörper können Rückschlüsse auf etwaige Chromosomenstörungen der Eizelle gezogen werden. Die Polkörper-Diagnostik wurde entwickelt, um zu vermeiden, dass Eizellen mit Fehlverteilungen der Chromosomen (z.B. der Trisomie 21) in die Gebärmutterhöhle übertragen werden. Für die PKD werden die Polkörper der befruchteten Eizelle entnommen und 6 der Chromosomen (13, 15, 16, 18, 21, 22) geprüft. Fehlverteilungen der genannten Chromosomen sind für die Mehrzahl aller genetisch bedingten Fehlgeburten verantwortlich. Störungen in der Verteilung dieser Chromosomen führen meist dazu, dass eine Schwangerschaft nach Embryonentransfer nicht eintritt oder früh abstirbt (Abort). Es kann aber auch die Geburt eines kranken Kindes resultieren. Darüber hinaus können auch spezielle vererbbare Gendefekte der Mutter mit Hilfe der Polkörperdiagnostik erkannt werden. Diese Methode erhöht die Schwangerschaftsrate nicht, senkt aber die Abortrate in Bezug auf die untersuchten Chromosomen auf ein Minimum.

 

 

 

Polar Aide / Spindle view

Unter diesen Begriffen versteht man eine mikroskopische Untersuchung der Struktur der Eizellhülle (Polar Aide) bzw. ihres Spindelapparates (spindle view). Die Struktur der Eizellhülle wird mittels eines Polarisationsmikroskops untersucht. Dabei wird besonders die innere Schicht der Hülle beurteilt, da diese für das Entwicklungspotential der Eizelle überaus wichtig ist. Insbesondere bei Patientinnen über 35 Jahre finden sich hier oft Veränderungen. Der Spindelapparat spielt eine zentrale Rolle bei der Teilung der menschlichen Eizelle. Er ist für die sorgfältige Ausrichtung und Verteilung der Chromosomen während der Zellteilung verantwortlich. Das Vorhandensein einer Spindel ist – neben dem 1. Polkörper – ein genauer Indikator für die Eizellreife. Allerdings ist in 15-20% aller reifen Eizellen die Spindel nicht vorhanden. Neueste Techniken lassen es zu, die Form und Lage des Spindelapparates in der Eizelle zu untersuchen, ohne der Zelle zu schaden. So ist es möglich, schon vor der Befruchtung die Qualität der Eizelle hinsichtlich ihres Spindelapparates zu beschreiben und die Zellen mit dem besten Entwicklungspotential zu bestimmen.

 

 

 

Verlängerte Kultur

Die Kultur von Embryonen im Brutschrank ist bis zu sechs Tagen möglich. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel dies nur bis zum dritten Tag. Nach dem dritten Tag beginnt der Embryo seine eigene Erbmasse einzuschalten. Die weitere Entwicklung hängt nun von seinem persönlichen „Potential“ ab. Oft erkennt man erst nach dem dritten Tag, dass Embryonen, die sich bis dahin gut entwickelt haben, im weiteren Verlauf eine eingeschränkte Fähigkeit zur Weiterentwicklung zeigen, oder umgekehrt. Die verlängerte Kultur (bis zu sechs Tagen) ermöglicht uns in einigen Fällen, den Therapieplan anhand der morphologischen Entwicklung der Embryonen weiter zu optimieren. Diese verlängerte Kultur ist jedoch nicht in jedem Fall sinnvoll. Wir beraten Sie gerne.

 

 

 

Behandlungsmethoden individuell und behutsam auswählen

Nicht jede verfügbare Methode oder Technik ist im individuellen Fall wirklich hilfreich. Vertrauen Sie sich mit Ihrem Kinderwunsch unserer Diagnostik und Beratung an. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welcher Weg zum Wunschkind für Sie der richtige ist.

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