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Erweiterte Diagnoseverfahren
für die Frau

Unsere erweiterte Kinderwunsch-Diagnostik

„Was stimmt nicht, wenn scheinbar alles stimmt?“


Die meisten Ursachen kann die Basisdiagnostik für Mann und Frau ermitteln. Manchmal sind die Gründe jedoch komplizierter. Wenn weder Spermiogramm noch die Zyklusbeobachtung Aufschluss geben konnten, wird weiter geforscht. Gemeinsam gehen wir Ihrer Kinderlosigkeit auf den Grund und finden anschließend die richtige Therapie für Sie. Wir besprechen mit Ihnen weitere Untersuchungen, die in Ihrer Situation sinnvoll erscheinen.

 

Diagnose-Optionen:

 

1. Die Eileiteruntersuchung


Entzündungen und Infektionen in der Bauchhöhle können dazu führen, dass sich die Eileiter verschließen oder in ihrer Transportfunktion zumindest stark eingeschränkt sind. Das hat zur Folge, dass Spermien nicht mehr hindurchwandern können, um die Eizelle zu befruchten, oder dass eine befruchtete Eizelle nicht mehr in Richtung Gebärmutter transportiert werden kann.

 

Arten der Untersuchung

• Ultraschall mit Kontrastmittel

Mit einem dünnen Katheter wird das Kontrastmittel in die Gebärmutterhöhle gespritzt. Mit einer vaginalen Ultraschallsonde kann dann der Kontrastmittelablauf über die Eileiter verfolgt werden. Da die Untersuchung so gut wie schmerzfrei ist, kann sie ohne Narkose durchgeführt werden. Die Kosten für diese Untersuchung (ca. 150,00 €) werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.
Das Kontrastmittel enthält Gelatine, aber kein Jod und keine radioaktiven Substanzen.
 

• Bauchspiegelung (Laparoskopie)
Über einen kleinen Schnitt im Bereich des Nabels wird eine Kamera in den Bauchraum eingeführt. Gleichzeitig wird mittels eines dünnen Katheters eine blaue Farblösung von der Scheide aus in die Gebärmutterhöhle hineingespült, die sich in die Eileiter verteilt. Können wir über die Kamera einen Austritt der Farblösung in den Bauchraum beobachten, sind die Eileiter durchgängig. Eine Bauchspiegelung erfordert eine Vollnarkose. Sie bietet jedoch die Möglichkeit, Veränderungen wie Zysten, Entzündungen oder Verwachsungen zu erkennen und in der gleichen Sitzung zu therapieren.

 

 

2. Gibt es eine Entzündung in Becken oder Gebärmutter (Endometriose)?


Als Ursache der Endometriose-Erkrankung wird vermutet, dass während der Regelblutung kleine Schleimhautinseln über die Eileiter in die Bauchhöhle gelangen. Bei ca. 15% aller Frauen heften sich die Schleimhautzellen dort ans Gewebe, wachsen ein und bilden Entzündungssubstanzen. Die Folge: verstärkte Menstruationsbeschwerden, Verwachsungen von Organen oder Zysten in den Eierstöcken. Mit einer Bauchspiegelung können die Entzündungsherde, Verwachsungen oder Zysten festgestellt und entfernt werden. Das verbessert Ihre Fruchtbarkeit.

 

Art der Untersuchung
Bauchspiegelung (Laparoskopie) 

 

 

3. Hat die Gebärmutter die Form, die Ihr Wunschkind braucht?


Bei vielen Frauen hat die Gebärmutter im Laufe der Jahre Myome (gutartige Muskelgeschwülste) gebildet. Sie werden im täglichen Leben so gut wie nicht bemerkt, verformen aber die Gebärmutterwand und somit die Gebärmutterhöhle, beeinträchtigen die Funktion der Schleimhaut. Sie können das Einnisten des Embryos stören und eine Fehlgeburt oder Frühgeburten verursachen. Auch seltene, angeborene Formveränderungen der Gebärmutter können Ursache sein für Fertilitätsprobleme.
 

Art der Untersuchung
Ultraschall gegebenenfalls Gebärmutterspiegelung oder Bauchspiegelung mit operativer Behandlung

 

 

4. Lädt die Gebärmutterschleimhaut Ihr Baby ein, sich einzunisten?


Bei gutartigen Wucherungen der Schleimhaut, sogenannten Polypen, wird diskutiert, ob sie die Implantation behindern. Daher wird in der Regel bei Vorliegen von Polypen deren Entfernung empfohlen.
 

Art der Untersuchung
Ultraschall, Gebärmutterspiegelung



Mit der Eizellreifung und insbesondere sobald der Eisprung erfolgt ist, schüttet der Körper verschiedene Hormone und lokal wirksame Substanzen aus. Sie verändern die  Gebärmutterschleimhaut: Sie wird dicker und ermöglicht dem Embryo sich einzunisten. Diese Vorbereitung betrifft den Aufbau der Schleimhaut in ihrer Struktur, aber auch in der Zusammensetzung der schützenden Abwehrzellen. Manchmal ist dieser zeitlich fein abgestimmte Aufbau aber gestört oder die Abwehrzellen verhindern die Einnistung des „Eindringlings“. Wir untersuchen, ob Ihre Schleimhaut zum richtigen Zeitpunkt empfänglich für den Embryo ist, also das „Implantationsfenster“ offen ist. Außerdem kann die  Zusammensetzung der Abwehrzellen in der Gebärmutter ausgewertet werden. Es wird vermutet, dass hier ebenfalls eine Ursache fehlender Implantation oder früher Fehlgeburten liegt.
 

Art der Untersuchung
Schleimhautbiopsien

  1. ERA-Test (Endometrial-Receptivity-Array-Test)
    Zum normal üblichen „Implantations-“Zeitpunkt im Zyklus wird eine kleine Schleimhautprobe entnommen und genetisch untersucht. Ist das Implantationsfenster verschoben, muss der Embryotransfer daran angepasst werden.
  2. Untersuchung auf sogenannte „natürliche Killerzellen“ und andere Zellen des Immunsystems.

Da diese Testverfahren neu sind und noch nicht etabliert, werden die Kosten von den Krankenversicherungen in der Regel nicht übernommen.
 



5. Ihre Eierstöcke – wie aktiv sind sie?


Selbst bei jungen Frauen wird gelegentlich eine verminderte Funktion der Eierstöcke festgestellt. Die Ursache kann genetisch sein, aber auch Antikörper gegen die Eierstockzellen werden manchmal in diesen Fällen nachgewiesen. Weitere Auslöser werden in Umwelteinflüssen wie Rauchen vermutet. Behandeln lässt sich diese Störung leider bisher nicht. Welche Möglichkeiten der Kinderwunschbehandlung trotzdem bestehen, werden wir mit Ihnen besprechen.


Art der Untersuchung
Laboruntersuchungen, Ultraschall



Sie hatten nicht nur eine, sondern mehrere Fehlgeburten?


Fehlgeburten sind leider ein nicht seltenes Ereignis in einer Schwangerschaft, ca. 10-15 % der sogenannten klinischen, also nachgewiesenen Schwangerschaften enden vor der 20., meist in den ersten 10 Wochen der Schwangerschaft. Das Abortrisiko ist in erster Linie abhängig vom Alter der Frau, bei Frauen unter 30 Jahren liegt es bei ca. 10 %, bei über 40Jähren steigt es auf ca. 50 %, bei den über 45jähren sogar noch deutlich höher. Die Ursache einzelner Fehlgeburten liegt meist in einer genetischen Fehlverteilung der Chromosomen. Von gehäuften Aborten oder Abortneigung spricht man, wenn eine Frau 3 oder mehr Fehlgeburten erleidet. Eine erhöhte Fehlgeburtenrate kann an beiden Partnern liegen.

 

Wir untersuchen, ob eine genetische Vordisposition bei Vater oder Mutter vorliegt, die zu einer genetischen Veränderung beim Kind führen. Außerdem werden bei der Frau verschiedene Ursachen für eine Fehlgeburtsneigung vermutet: Schilddrüsen- und Zucker- Stoffwechselstörungen, erhöhte Thromboseneigung, Gebärmutterformveränderungen, Schleimhautprobleme, immunologische Ursachen. Ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko haben Raucherinnen, Frauen mit Übergewicht ab BMI über 30, auch ein starker Alkoholkonsum kann Ursache sein.

 

Welche Untersuchungen sinnvoll sind in Ihrem Fall, wird mit Ihnen im ausführlichen Gespräch diskutiert werden.
 

Art der Untersuchung
Laboruntersuchungen, Gebärmutterspiegelung, Schleimhautbiopsien



Vielleicht liegt die Ursache bereits in der Genetik der Eizelle?


Manchmal verhindert schon die genetische Anlage in der Eizelle die Schwangerschaft oder führt zu gehäuften Fehlgeburten. Diese genetischen Veränderungen der Eizelle sind vor allem altersabhängig. Im Rahmen der künstlichen Befruchtung kann eine genetische Untersuchung der Eizellen erfolgen, man spricht von „Polkörperdiagnostik“.

Sie können weiteres zu diesem Thema in dem Kapitel „Polkörperdiagnostik“ bei den Zusatzmaßnahmen nachlesen.


Art der Untersuchung
Blutentnahme, Gentest; IVF/ICSI-Behandlung mit Polkörper-Untersuchung


 

 

Den Ursachen auf den Grund gehen


Manche Paare und Frauen haben auf dem Weg zu Ihrem Wunschkind schon eine lange Strecke hinter sich gebracht. Unsere ärztlichen Kinderwunsch-Experten wollen mit Ihnen gemeinsam die Ursachen für den bislang unerwünschten Kinderwunsch klären und nehmen die medizinische Herausforderung an. Lassen Sie uns über die für Sie angezeigten diagnostischen Möglichkeiten sprechen.

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