Eileiteruntersuchung

Besteht der Verdacht auf eine Beeinträchtigung des Eitransportmechanismus können verschiedene Untersuchungsmethoden zur Prüfung der Eileiterdurchgängigkeit eingesetzt werden.

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1. Hysterosalpingokontrastsonographie (HSSG)

Hierbei handelt es sich um eine unaufwändige schmerzarme Untersuchung, die ohne Narkose in der Praxis durchgeführt werden kann und in der Regel zwischen dem 6. Und 9. Zyklustag erfolgt. Man legt dazu einen dünnen Katheter über die Scheide in den äußeren Muttermund ein. Über diesen wird dann das Kontrastmittel in die Gebärmutterhöhle eingespritzt. Mit einer vaginalen Ultraschallsonde kann dann der Kontrastmittelablauf über die Eileiter verfolgt werden. Die Kosten für diese Untersuchung (ca. 150,00 €) werden meist nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

2. Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Bei der Bauchspiegelung ist eine Narkose erforderlich. Zunächst wird über einen kleinen Schnitt im Bereich des Nabels eine Kamera in den Bauchraum eingebracht, über die die Fortpflanzungsorgane untersucht werden können. Gleichzeitig wird eine blaue Farblösung von der Scheide aus über die Gebärmutterhöhle in die Eileiter eingespült. Kann ein Austritt der Farblösung im Bauchraum beobachtet werden, ist von einer Durchgängigkeit der Eileiter auszugehen. Vorteil der Bauchspiegelung ist die Möglichkeit, zusätzliche Veränderungen der Fortpflanzungsorgane wie Endometriose, Zysten, Entzündungen oder Verwachsungen erkennen und ggf. in gleicher Sitzung therapieren zu können.

Untersuchungen auf Endometriose

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Die Endometriose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung meist im kleinen Becken er Frau. Vermutlich entsteht sie dadurch, dass im Rahmen der Regelblutung Blut und kleine Schleimhautinseln über die Eileiter in die Bauchhöhle gelangen und sich die Schleimhautzellen dann ans Gewebe anheften und dort einwachsen. Dies geschieht wahrscheinlich bei ca 15% aller Frauen. Diese kleinen Inseln können Entzündungssubstanzen produzieren und dadurch zu Schmerzen führen (typischerweise verstärkte Menstruationsbeschwerden) oder auch zu Verklebungen von Organen und zu Zysten in den Eierstöcken. Dadurch kann es zur Beeinträchtigung der Fertilität kommen. Meist kann diese Erkrankung nur durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) diagnostiziert werden. Dann können aber auch Endometrioseherde operativ entfernt werden, wodurch Schmerzen gelindert und die fertilität verbessert werden kann.

Untersuchungen auf Gebärmutterstörungen

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Es gibt angeborene Fehlbildungen der Gebärmutterform (z.B. Gebärmutterdoppelung sog. Uterus bicornis , Uterusseptum io.ä.) oder aber erworbene anatomische Veränderungen. Letztere sind häufig anzutreffende Myome (gutartige Muskelgeschwülste in der Gebärmutterwand) oder Schleimhautpolypen. Diese Veränderungen können zu einem Großteil mittels Ultraschalluntersuchung erkannt werden. Problematisch sind sie deswegen, weil sie die Einnistung der Embryonen stören oder vermehrt zu Fehl- und Frühgeburten führen können. Bei einem Verdacht wird meist eine Gebärmutter – und/oder Bauchspiegelung durchgeführt, um die Diagnose zu erhärten. Sollte sich eine anatomische Formveränderung finden, kann diese häufig operativ behandelt werden, um die Schwangerschaftschancen zu erhöhen.

Untersuchungen bei gehäuften Fehlgeburten

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Nach drei aufeinander folgenden Fehlgeburten mit dem gleichen Partner wird von Fehlgeburtsneigung oder habituellen Aborten gesprochen. Die Ursachen werden dann hauptsächlich bei der Frau gesucht. Es können aber auch genetische Ursachen vorliegen, die beide Partner betreffen können (was untersucht wird: Chromosomenanalyse/Karyotyp). Bei der Patientin werden vor allem Gerinnungsstörungen ausgeschlossen (Thromboseneigung) und eventuell auch Veränderungen in der Gebärmutter (mittels Gebärmutterspiegelung).

Untersuchungen der Schleimhaut

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In den letzten Jahren wurde immer mehr die Bedeutung der Gebärmutterschleimhaut im Rahmen der Schwangerschaftsentstehung erforscht. Hier wurde insbesondere die immunologische Situation untersucht und auch die Reaktion der Schleimhaut auf die hormonellen Einflüsse. Es sind Testverfahren auf dem Mark , die untersuchen, ob die „richtige“ Zusammensetzung von Abwehrzellen in der Schleimhaut zu finden sind (Stichwort: natürliche Killerzellen u.a.). Außerdem gibt es einen genetischen Test, der untersucht ,ob die Schleimhaut zum richtigen Zeitpunkt „rezeptiv“ ist, d.h. der Embryo sich einnisten kann aufgrund der Schleimhautzellfunktion (sog.ERA-Test) Diese Testverfahren werden Ihnen in unserer Klinik angeboten, sind aber als eher experimentell zu bezeichnen, daher werden die Kosten von den Krankenversicherungen nicht übernommen.

ERA-Test:

Die Gebärmutterschleimhaut besitzt zum Zeitpunkt der Einnistung eine bestimmte, optimierte Struktur, damit der Embryo mit ihr in Kontakt treten kann. Dieser Zeitraum wird als das „Implantationsfenster“ bezeichnet, gewöhnlich ist dieser ca. 6 Tage nach der Ovulation erreicht. Dieses Implantationsfenster ist bei manchen Frauen um Stunden oder mehrere Tage nach vorn oder hinten verschoben. Ein Verdacht auf ein verschobenes Implantationsfenster ergibt sich, wenn nach mehreren IVF/ICSI-Zyklen trotz Transfer von Embryonen guter Qualität keine Schwangerschaft eingetreten ist, bzw. bei gehäuften Fehlgeburten ohne erkennbare Ursache. Die Verschiebung des Implantationsfensters lässt sich mit einer Untersuchung der Schleimhaut feststellen. Dabei wird zum üblichen Zeitpunkt im Zyklus eine kleine Probe entnommen und genetisch untersucht – der sogenannte ERA-Test. Im Falle der Verschiebung des Implantationsfensters muss der Embryotransfer daran angepasst werden.

Untersuchungen bei vorzeitig verminderter Eierstockfunktion

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Bei manchen jungen Frauen wird im Rahmen der Fertilitäts-Basisdiagnostik festgestellt, dass die Funktion der Eierstöcke sehr vermindert ist. Häufig findet man keine Ursache einer solchen Störung, manchmal findet sich aber eine genetische Ursache oder aber Antikörper gegen Eierstockzellen. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht.

Erweiterte Spermienuntersuchung

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Neben dem Spermiogramm gibt es noch erweiterte Testverfahren an den Spermien, die mittlerweile häufiger zum Einsatz kommen. Der sog. MAR-Test untersucht Antikörper gegen die Spermien, die sich in der Seminalflüssigkeit befinden und zu Verklumpungen der Spermien untereinander führen können (häufiger nach vorangegangenen Entzündungen, Operationen im Hoden/Prostata-Bereich). Außerdem gibt es Untersuchungen zu vermehrten Zellabbauprozessen bei den Spermien, die mit dem sog. DNA-Fragmentationstest gemacht werden. Bei einer erhöhten DNA-Fragmentationsrate zeigen sich weniger natürliche Schwangerschaften (Indikation zur IVF/ICSI) und vermehrte Fehlgeburten. Betroffen sind vor allem Raucher, stark Übergewichtige und Männer nach vorangegangener Chemotherapie und Bestrahlung.

Polkörperdiagnostik

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Genetische Untersuchung der Eizellen.