Samenübertragung in die Gebärmutter (Intrauterine Insemination - IUI)

Dieses Verfahren eignet sich besonders dann, wenn die Untersuchung der Samenzellen eine geringgradige Einschränkung ergeben hat. Erfolgreich kann eine „IUI“ aber nur dann sein, wenn mindestens ein Eileiter offen ist. Eine Abklärung der Eileiterdurchgängigkeit vor Therapiebeginn ist daher sinnvoll.

Nach spontaner Eireifung oder mit leichter hormoneller Unterstützung durch Tabletten (Clomifen) oder Spritzen (Gonadotropine) wird durch eine Spritze der Eisprung ausgelöst, um den Zeitpunkt der Befruchtung optimal planen zu können. Am Tag des Eisprungs werden in der Praxis (optimal) oder zu Hause (nicht optimal) die Spermien gewonnen und im Labor aufbereitet. Mit Hilfe eines beweglichen, dünnen Kunststoffschlauchs wird der Samen dann in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sehr viele Samenzellen möglichst dicht an die Eizelle herankommen.

Vor Behandlungsbeginn sollte mit der Krankenkasse die Kostenübernahme bzw. Kostenbeteiligung geklärt werden. Näheres dazu wird in unserem Menü unter „Rechtliche Grundlagen“ erklärt.

Die Chancen
"Wie hoch sind denn unsere Chancen?" Es ist nur zu verständlich, dass diese Frage Sie ganz besonders bewegt. Unsere aktuelle Rate erfolgreicher Inseminationsbehandlungen liegt bei 21% pro Behandlung. Das hört sich erst einmal wenig an, ist aber eine überdurchschnittlich gute Erfolgsquote. Bundesweit liegt die Chance auf eine Schwangerschaft durch eine Insemination bei 7-9%.

Die Risiken
Auch Inseminationen können zu Eileiter-Schwangerschaften oder Fehlgeburten führen. Allerdings geschieht dies nicht häufiger als bei Schwangerschaften, die auf natürlichem Wege eingetreten sind.

Risiko-Schwangerschaft nach Insemination?
Die Schwangerschaft stellt kein Risiko im eigentlichen Sinn. Allerdings kann jede Schwangerschaft zu Komplikationen führen. Auch das Risiko eines genetischen oder angeborenen Defektes oder einer Totgeburt ist nicht ausgeschlossen. Aber diese Risiken sind bei einer Schwangerschaft nach Insemination weder höher noch niedriger als bei einer "normalen" Schwangerschaft. Prinzipiell gilt dies ganz unabhängig davon, welche Kinderwunschmethode eingesetzt wird.