Polkörperdiagnostik (PKD)

Durch die Untersuchung der Polkörper können Rückschlüsse auf etwaige Chromosomenstörungen der Eizelle gezogen werden. Die Polkörper-Diagnostik wurde entwickelt, um zu vermeiden, dass Eizellen mit Fehlverteilungen der Chromosomen (z.B. der Trisomie 21) in die Gebärmutterhöhle übertragen werden.  

Für die PKD werden die Polkörper der befruchteten Eizelle entnommen und 6 der Chromosomen (13, 15, 16, 18, 21, 22) geprüft. Fehlverteilungen der genannten Chromosomen sind für die Mehrzahl aller genetisch bedingten Fehlgeburten verantwortlich.

Störungen in der Verteilung dieser Chromosomen führen meist dazu, dass eine Schwangerschaft nach Embryonentransfer nicht eintritt oder früh abstirbt (Abort). Es kann aber auch die Geburt eines kranken Kindes resultieren.

Darüber hinaus können auch spezielle vererbbare Gendefekte der Mutter mit Hilfe der Polkörperdiagnostik erkannt werden.
Diese Methode erhöht die Schwangerschaftsrate nicht, senkt aber die Abortrate im Bezug auf die untersuchten Chromosomen auf ein Minimum.