
IVF & ICSI im natürlichen Zyklus (Naturelle®)
IVF & ICSI im natürlichen Zyklus (Naturelle®)
Eine schonende Behandlungsform ohne hormonelle Stimulation Die IVF oder ICSI im natürlichen Zyklus (Naturelle®) erfolgt ohne oder mit nur minimaler hormoneller Stimulation. Dabei wird die Eizelle genutzt, die der Körper im jeweiligen Zyklus von selbst heranreifen lässt. Diese Behandlungsform kann insbesondere bei sehr geringer Eizellreserve, bei Unverträglichkeit oder Kontraindikationen gegenüber Stimulationsmedikamenten sinnvoll sein.
Was ist eine IVF im natürlichen Zyklus?
Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) im natürlichen Zyklus reift - ohne hormonelle Stimulation - die Eizelle heran, die der Körper in diesem Monat von selbst bildet. Diese wird entnommen und im IVF-Labor mit den Spermien zusammengebracht.
Was ist eine ICSI im natürlichen Zyklus?
Auch bei der Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) im natürlichen Zyklus wird die natürlich herangereifte Eizelle entnommen. Im Unterschied zur IVF wird hier ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle injiziert.
IVF oder ICSI Naturelle® - welche Methode ist die für mich richtige?
Ob eine IVF oder ICSI im natürlichen Zyklus oder mit Stimulation empfohlen wird, hängt vor allem von der Spermienqualität, dem Alter der Frau und der individuellen Diagnose ab. Auch Faktoren wie die ovarielle Reserve und bisherige Behandlungserfahrungen spielen eine wichtige Rolle bei der optimalen Behandlungsentscheidung.
Vereinbaren Sie gerne einen Erstberatungstermin mit unseren Ärztinnen und Ärzten.
Wie läuft eine IVF- oder ICSI-Behandlung im natürlichen Zyklus ab?
1. Ultraschall- und Hormonkontrollen
Die erste Ultraschallkontrolle findet meist in der Zyklusmitte statt, um die natürliche Follikelreifung zu beurteilen. Je nach Befund kann ein bis zwei Tage später eine erneute Kontrolle erfolgen, bis der optimale Zeitpunkt zur Auslösung des Eisprungs festgelegt wird.
2. Eizellentnahme (Follikelpunktion)
Nach gezielter Auslösung des Eisprungs wird die Eizelle etwa 36 Stunden später im Rahmen einer kurzen ambulanten Sedierung entnommen.
3. Befruchtung im IVF-Labor
Am Tag der Eizellentnahme wird die Samenprobe abgegeben und aufbereitet. Bei der IVF werden Eizelle und Spermien zusammengebracht. Bei der ICSI wir dein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle injiziert.
4. Embryotransfer
Der Embryotransfer in die Gebärmutter erfolgt - abhängig von der embryonalen Entwicklung - meist zwischen Tag 2 und 5 nach der Entnahme. Der Transfer selbst ist meist schmerzarm und dauert nur wenige Minuten.
5. Schwangerschaftstest
Der Schwangerschaftstest erfolgt etwa 14 Tage nach der Befruchtung per Blutabnahme. Bei einem Transfer eines Tag-5-Embryos z.B. kann die Blutentnahme 9 Tage später in der Praxis erfolgen.
Kosten und Finanzierung:
Da es sich bei der IVF- oder ICSI-Naturelle® um eine Behandlungsform außerhalb der Standard-Stimulationsprotokolle handelt, werden die Kosten in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen und sind somit Selbstzahlerleistungen. Gerne informieren wir Sie persönlich und transparent über die zu erwartenden Gesamtkosten.
Weitere Individuelle Laborleistungen & Zusatzoptionen
Je nach medizinischer Situation oder persönlichem Wunsch können im Rahmen einer IVF- oder ICSI-Behandlung ergänzende Leistungen sinnvoll sein. Diese sogenannten Selbstzahlerleistungen werden individuell mit Ihnen besprochen und sind keine verpflichtenden Bestandteile der Behandlung.
Kryokonservierung befruchteter Eizellen
Nicht verwendete befruchtete Eizellen (Pronukleus-Stadium) können eingefroren und für einen späteren Transfer aufbewahrt werden.
Assisted Hatching (Schlüpfhilfe)
Unterstützung des Embryos beim „Schlüpfen“ aus seiner Hülle, um die Einnistung zu erleichtern.
Embryokultur im Time-Lapse-Inkubator
Kontinuierliche Überwachung der Embryonalentwicklung ohne Entnahme aus dem Inkubator. Inklusive verlängerter Blastozystenkultur bis Tag 5.
PICSI
Spezielle Auswahl reifer Spermien zur Optimierung der Befruchtungschancen.
Polkörperdiagnostik
Genetische Untersuchung der Eizelle zur Erkennung bestimmter Chromosomenauffälligkeiten.
Eizellaktivierung (Ca-Ionophor)
Unterstützende Maßnahme bei wiederholtem Ausbleiben der Befruchtung.
EmbryoGlue®
Spezielles Transfermedium zur Unterstützung der Einnistung.
Kryotransfer
Transfer eines zuvor eingefrorenen und aufgetauten Embryos.
Re-Kryokonservierung nach Auftauen (PN-Stadium)
Erneutes Einfrieren von befruchteten Eizellen nach Auftauen im gleichen Zyklus.
Zweites Einfrieren im selben Zyklus
Falls medizinisch sinnvoll, kann eine erneute Kryokonservierung innerhalb desselben Behandlungszyklus erfolgen.
Häufig gefragt
Wie viele Eizellen werden im natürlichen Zyklus gewonnen?
Meist wird eine einzelne, natürlich herangereifte Eizelle entnommen. In seltenen Fällen können es auch zwei oder mehr sein.
Muss ich mehrere Behandlungszyklen einplanen?
Da pro Zyklus meist nur eine Eizelle gewonnen wird, kann es sinnvoll sein, mehrere Behandlungszyklen durchzuführen, um die kumulative Schwangerschaftsrate zu erhöhen.
Habe ich mit einer stimulierten IVF oder ICSI höhere Erfolgschancen als im natürlichen Zyklus?
Durch eine hormonelle Stimulation reifen meist mehrere Eizellen gleichzeitig heran. Dadurch stehen mehr befruchtungsfähige Eizellen und ggf. Embryonen zur Verfügung, was die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Behandlungszyklus erhöhen kann. Im natürlichen Zyklus wird in der Regel nur eine Eizelle gewonnen. Welche Behandlungsform für Sie am sinnvollsten ist, hängt vom Alter, der Eizellreserve und möglichen medizinischen Besonderheiten ab.